Mind the gap…
Heute ist einfach nicht mein Tag. Ich trete oder greife einfach grundsätzlich daneben.
Unterwegs im Berliner Untergrund mit der U2, hallt kurz vor Haltestationen wie bspw. Hausvogteiplatz eine Stimme aus dem Off:
“Dear Passenger, please, mind the gap between plattform and train!”
Was für eine blöde, überflüssige, “braucht-die-Welt-niemals” Ansage!
Ich, auf dem Weg nach Schlumpfhausen, ein Hörbuch hörend, frisch runtergeladen aus dem Hörbuch Download Bereich von audible.de und spannend ohne Ende, will in die U-Bahn am Alexanderplatz einsteigen und trete gedankenverloren genau in die besagte Lücke zwischen U-Bahn und Bahnsteigkante. So schnell wie ich gefallen bin, bin ich auch wieder oben gewesen mit schmerzenden Knien und Fußrücken. Berliner verdrehen die Augen: “Wieder so Eine, die mit ihren Stöckelschuhen nicht laufen kann.”
Man sollte wissen, dass die Ansage “mind the gap…” nur zu hören ist, wenn man in der Bahn sitzt, nicht wenn man einsteigt.
Soll kein Vorwurf sein, denn ich halte die Ansage ja immer noch für überflüssig. Wenn man die Erfahrung noch nicht gemacht hat, genau in die Lücke zwischen Berliner-U-Bahn und Bahnsteigkante zu treten, regt man sich eher über die Ansage auf und tritt womöglich noch resultierend daraus in Gedanken verloren genau in diese Lücke rein. Und wenn das passiert ist, also man die Erfahrung gemacht hat, passiert einem dieser Absturz eh nie wieder.
Daher völlig überflüssig an eine Lücke zu erinnern.
Klingt komisch, is aber so!
- on 17.08.10
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